Praxisnahe Aufgabenstellungen zukunftsfähig gelöst

Studierende der Teilzeit-Technikerschule stellten Projektarbeiten vor

Von Oberstudienrat Richard Guth

(24. 02. 2024) Montagesysteme, Hebevorrichtung, CE-Kennzeichnung, Tropfblech oder Kühlturm – Begriffe, die für Laien zwar eine Bedeutung besitzen, aber die ihre volle Wirkung dennoch erst im fachlichen Kontext entfalten.

An einem Samstagvormittag standen diese Begriffe im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Studierende der Fachschule für Technik (Teilzeit) der Kinzig-Schule Schlüchtern präsentierten ihren Lehrerinnen und Lehrern die Ergebnisse ihrer Projektarbeiten, die sie in kooperierenden Betrieben durchgeführt haben. „Die Präsentation ist Teil eines einjährigen Prozesses, in dessen Rahmen unsere Studierenden neben Beruf und Schule betriebliche Aufgabenstellungen selbsorganisiert lösen”, erklärte hierzu Oberstudienrat Alexander Heß im Gespräch. Zur Projektarbeit gehörten neben der Projektdurchführung auch deren schriftliche Dokumention und Präsentation sowie ein abschließendes Kolloqium, ergänzten die Oberstudienräte Torsten Strathmann und Gerhard Köhler. Viel Wert legen die drei Verantwortlichen auf den Kontakt zu den Betrieben, die während des Projektes besucht werden.

Dabei reichte die interdisziplinäre, mehrere Fächer umfassende Palette der Projektarbeiten beispielsweise von der Umkonstruktion eines geneigten und geteilten Tropfbleches über die Planung des Aufbaus eines Kühlturms bis hin zur Konzeptionierung einer Montagestation, die bei den bzw. für die Firmen Umicore, Deutsche Bahn, Evonik, PACO und EFFBE umgesetzt wurden. „Das war das erste Projekt, das wir eigenständig realisiert haben. Auch für die Firma ist diese Innovation durch steigende Nachfrage ein Gewinn”, berichtet Benedict Noll stolz über ein Vorhaben, das er zusammen mit Aaron Kanikowski und Elias Zell in ihrem Ausbildungsbetrieb EFFBE, Mitglied der Woco-Gruppe, verwirklicht hat.
„Durch die neu entwickelte Montagesstation wurden u. a. Staubeinflüsse reduziert und Anziehmomente beim Verschrauben wiederholgenau”, erläutert Aaron Kannikowski, was sich hinter dem Projekttitel „Konzeptionierung Montagestation” verbirgt.  

 

Auch bei Mark Brumm und Philipp Frischkorn ging es nach eigenen Angaben darum, Arbeitsschritte zu erleichtern, indem sie bei der Firma PACO in Steinau eine Hebevorrichtung neu konstruiert haben. „Reindenken, Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit der Problematik standen dabei im Mittelpunkt der Arbeit”, so Philipp Frischkorn.

Die Projektpräsentationen zeugten von einem hohen Engagement der Studierenden, die eins auf alle Fälle unter Beweis gestellt haben: Dass sie in der Lage sind, die Begriffe Montagesysteme, Tropfblech, Hebevorrichtung, CE-Kennzeichnung un